Donnerstag, 16. Juni 2016

"Du hast zugenommen!"

"Oh wow, du hast ja total viel zugenommen!" Danke, vielen lieben Dank für dieses Kompliment! Genau diesen Satz habe ich zu hören bekommen, als ich von einer mehrmonatigen Reise zurückgekommen bin.
Ganz vorneweg: Welche Frau mag es, das zu hören? Genau: Keine! (Und bestimmt auch kein Mann, da bin ich mir fast sicher.) In der heutigen Gesellschaft dreht sich alles ums Aussehen. Schöne Figur, reine und gebräunte Haut, gesunde und glänzende Haare - so sieht das europäische Schönheitsideal aus. Nach diesem Aussehen wird gestrebt, koste es, was es wolle. Und niemand, wirklich niemand, will zu hören bekommen, dass man zugenommen habe.
Im ersten Moment, als ich diesen Kommentar zu meinem anscheinend fülligeren Körper gehört habe, war ich ziemlich perplex und auch verärgert. Ich bin zwar nicht dem Magerwahn erlegen, aber ich achte mich doch auf eine gesunde Ernährung und genügend Sport und lege viel Wert auf einen gesunden Körper. Deswegen war ich erst wie vor den Kopf geschlagen. Klar, ich hatte mich auch etwas gehen lassen, mehr ungesundes - vor allem Eis - gegessen, aber sooo viel hatte ich nun wirklich nicht zugenommen. Zwei Kilo, um genau zu sein, und das innerhalb von fast vier Monaten!
Abends habe ich nochmal darüber nachgedacht. Zwei Kilo erschienen mir plötzlich lächerlich im Vergleich zu dem, was ich dafür erlebt hatte. Was würde mir wohl mehr in Erinnerung bleiben, ein Eis essen und dabei am Strand den Sonnenuntergang sehen oder ein Workout? Ich glaube, die Antwort ist klar. Und mir war plötzlich auch alles klar. Die paar Kilos riskiere ich gerne, denn sie belasten mich nicht. Sie sind Zeugen von meinen wunderschönen Erlebnissen. Und zugenommen habe ich an einem anderen Ort deutlich mehr: Meine Erinnerungen haben "zugenommen", es sind so viele dazugekommen, Erlebnisse die ich niemals vergessen werde.
Fazit: Zunehmen lohnt sich, vor allem, wenn es um Erlebnisse geht. 

... und trotzdem werde ich jetzt noch kurz eine Runde joggen gehen. Schadet ja nichts.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Sleepless.

Schlaf ist etwas Alltägliches und absolut Notwendiges. Umso nerviger ist es, wenn man damit plötzlich Probleme bekommt. Kennt ihr das? Man wacht morgens auf und fühlt sich überhaupt nicht erholt?
Ich hatte so eine Phase in der ich immer müde war und unerholt. Ich habe nicht an so "Hokuspokus" geglaubt, doch mittlerweile weiss ich, dass bei mir bestimmte Dinge wirklich super helfen, damit ich besser schlafen kann bzw. auch erholter bin am nächsten Tag.

1. Handy ausschalten oder auf Flugmodus.
Es ist eigentlich sehr naheliegend und trotzdem habe ich dies jahrelang nie gemacht. Strahlen, pfff... Allerdings muss ich sagen, dass ich mich viel erholter und besser fühle, wenn ich während der Nacht mein Handy auf Flugmodus schalte.

2. Schränke und Türen zu.
Keine Ahnung ob es Feng Shui ist oder sonst mit Energie zu tun hat oder was auch immer. Ist auch egal, hauptsache es hilft. Deshalb: Close it!

3. Dunkelheit.
Okay, über das lässt sich streiten. Es gibt die "Es muss stockdunkel sein"-Menschen aber es gibt eben auch die "Ein bisschen Licht muss sein"-Menschen. Ich gehöre der ersten Sorte an und schwöre darauf. Vor allem, um einzuschlafen darf bei mir nirgends mehr ein Licht

Das sind so meine drei "Notfalltricks". Es gibt tausend andere Dinge, die man tun könnte, Tee trinken, Abendrituale etc. Aber diese Tipps sind genau das, was ich früher nie für wichtig hielt und die mir jetzt einen erholsameren Schlaf ermöglichen. Also: Wieso probiert ihr das nicht mal aus? Denn, probieren geht über studieren.

Dienstag, 10. Mai 2016

Love at first sight. // a shortstory

I was a little nervous. It was my first day at this new school, I didn't know anyone yet and I wanted to make a good first impression. As everyone knows, the first impression is a really important one, it's hard to change the way people think about you once you made a bad first impression. I entered the classroom, all the people already sat on their places, there was one free seat which I took. As soon as I sat down, the teacher appeared and started the lesson. I looked at the boy which sat face to face with me. He's hot I thought as I examined him. All the time, I glanced at him. He was so handsome. I couldn't take my eyes off him.
After the teacher started the lesson, we had to introduce ourselves to each other. We should try to ask each other a bunch of questions in only one minute and to receive all the answers. We had to do this with all the classmates. I couldn't wait until I could do this with him. I always glanced at him, tried to guess what he told the others. Finally, after I talked to all the others first, I could introduce myself to him. As soon as he opened his mouth to ask me a question, I knew that he didn't just look extremely good, but he also had a very nice character. He was perfect. We had so much fun introducing ourselves, he was the kindest and most humorous person I've ever met. The time went by so fast, and we already ended up asking the last question. "Do you believe in love at first sight?", he asked me. I looked down on my feet and shook my head. "No, I don't", I answered. Then, I looked up in his face and asked: "How about you?" He looked straight in my eyes, very serious. "I do."
Well, I never believed in love at first sight. I always had the opinion that you might feel sympathy for someone at first sight, but that love grew after that, when you got to know the other person a bit better. This opinion was not wrong, it was just the way I thought about these things.
I never believed in love at first sight, but now I do.

Montag, 2. Mai 2016

Big Love: Uhren

Kommen wir mal zu einem Thema, über das sich die einen vielleicht noch gar nie richtig Gedanken gemacht haben, ich dafür aber umso mehr. Uhren.
Ich erinnere mich noch genau an meine erste Uhr. Ich war etwa 8 Jahre alt und unglaublich stolz darauf, jetzt auch zu den Uhrenbesitzern zu gehören. Natürlich war meine Uhr noch lange kein Prachtstück - viel pink, ein Gummiarmband mit Blümchendekoration und ganz bunt. Kurz gefasst: Diese Uhr war potthässlich, und doch war sie mein ganzer Stolz. Ich trug sie Tag und Nacht.
Irgendwann kam dann der Tag, an dem ich meine Uhr ablegte und nie wieder anzog. Ich brauchte sie auch gar nicht mehr, denn das Jahrhundert der Mobiltelefone war angebrochen. Mein Nokia sagte mir die Zeit genauso zuverlässig wie es bis dahin meine Uhr getan hatte, ausserdem war es viel cooler.
Die ganze Situation machte eine Kehrtwendung, als ich eine neue Ausbildung anfing und dort nirgends eine Wanduhr zu finden war. Ich war nun auf eine Armbanduhr angewiesen, falls ich die Zeit wissen wollte (und das wollte ich), denn es war eine handyfreie Zone. Der grosse Unterschied zu früher war, dass ich nun begann, die Uhr nicht nur als eine Auskunft für die Zeit zu sehen, sondern sie auch als Schmuck zu schätzen.
Heute kann ich nicht mehr auf meine Armbanduhren verzichten. Sie gehören für mich einfach zum Outfit. Mit den Jahren hat sich bei mir eine grosse Variation von Uhren angesammelt und ich kann nun zu jedem Outfit eine passende Uhr anziehen, doch ich habe noch immer nicht genug. Eine Uhr ist eine gelungene Investition, so wie es ein Paar gut sitzdende Jeans sind, oder eine hochwertige Handtasche. Uhren sind es wert.

Uhr von Daniel Wellington. Sehr simpel und schlicht, und doch werten sie jedes Outfit auf.
Bild: http://ecx.images-amazon.com/images/I/41Sk74dhXyL.jpg
 
High-Tech im Kleinformat: die iWatch.
Bild: https://rachaelshah.files.wordpress.com/2015/08/applewatch.jpeg
 
Für diejenigen, die es sportlich mögen, eine Uhr die man mehrmals ums Handgelenk wickelt.
Bild: https://s15-de.vinted.net/images/item_photos/469/323/194/491323964.jpeg?1435069527
 
Eine klassische Uhr mal etwas anderes: mit schwarzem Zifferblatt.
Bild: https://s10-de.vinted.net/images/item_photos/812/618/483/384816218.jpg?1413060629
 
Stilmix: Digitale Uhr von Casio in traditionellem Design.
Bild: http://ecx.images-amazon.com/images/I/61HXtEaU9HL._UL1500_.jpg

Für Weltenbummler. Uhr im Kartendesign.
Bild: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/236x/85/c8/0d/85c80df5dc7e69df58446bb55f0bac37.jpg

 

Dienstag, 26. April 2016

I am back!

Ja, es stimmt, der Titel hat es euch schon verraten. Ich bin wieder zurück und das nach längerer Pause.
Wieso gab es denn diese Pause, werdet ihr euch bestimmt fragen. Nun ja, dafür gibt es tatsächlich einen Grund, nämlich dass ich auf Reisen war. Das hätte mich zwar nicht unbedingt daran gehindert, zu bloggen, aber ich habe mich dazu entschieden, möglichst wenig aus meinem "normalen Leben" mitzunehmen. Dazu gehören unter anderem dieser Blog, aber auch, dass ich mich nicht jeden Tag bei meiner Familie, meinen Freunden und Bekannten gemeldet habe. Möglicherweise klingt das jetzt hart für den einten oder anderen unter euch, doch ich habe mich zu diesem Schritt entschlossen, da ich möglichst viel meiner Zeit geniessen wollte. Ich wollte Neues sehen, ich wollte das Land und die Leute kennenlernen, mich mit der Kultur befassen und mich als Teil davon fühlen. Und dazu gehörte einfach, dass ich nicht ständig am Handy hing um allen alles zu erzählen. Das kann ich auch jetzt noch, da ich wieder zu Hause bin.
Wie dem auch sei, auf jeden Fall bin ich jetzt wieder da, voller neuer Inspirationen und Ideen für neue Beiträge. Seid also gespannt, was als nächstes noch so auf euch zukommt!

Mittwoch, 23. Dezember 2015

How-To: Perfekter Teint

Sind wir mal ehrlich: Irgendwann in unserer Schminkkarriere merken wir Mädels, was schön ist und was hässlich, was nötig ist und was unnötig.
Für mich hat sich im Laufe der letzen Zeit ein Faktor deutlich herauskristallisiert: Ein perfekter Teint.
Man ist automatisch gleich viel schöner, wenn man eine schöne Haut hat, ebenmässig und rein. Dann braucht es nämlich gar nicht mehr viel Schminke, um einiges herzumachen. Doch leider sind nicht alle mit einer makellosen Haut gesegnet, sogar wohl eher fast niemand. Auch ich nicht.
Aaaaber man soll ja immer das Positive sehen in einer Situation und hier ist es, dass ich euch Tipps geben kann, wie man einen mehr oder weniger perfekten Teint hinkriegen kann.

1. Ein absolutes No-Go sind zugepflasterte Gesichter! Beim Make-Up zählt definitiv auch weniger ist mehr. Bei wirklich sehr unreiner Haut empfiehlt es sich, die Unreinheiten und Rötungen mit einem Concealer abzudecken, und zwar wirklich nur genau dort, wo sie sich befinden und nicht noch in einem Umkreis von 3 Zentimetern. Was bei Unreinheiten sogar noch wirkungsvoller ist, das sind Abdeckstifte. Diese haben oft integrierte Inhaltsstoffe, die Pickel bekämpfen und austrocknen.

2. Benutzt ein Make-Up, das auch wirklich eurer Hautfarbe entspricht. Nicht zu dunkel und auch nicht zu hell. Dazu testet ihr das Make-Up beim Kauf am besten auch wirklich auf der Gesichtshaut und nicht auf dem Handrücken, wie es oft heisst (denn die Farben stimmen oft gar nicht überein).

3. Verblenden! Es gibt praktisch nichts unschöneres als Make-Up-Ränder!

4. Sparsamkeit. Denn ein zugepflastertes Gesicht ist nicht gleichzusetzen mit einem schönen Teint. Natürlichkeit ist alles.

5. Last but not least: Rouge. Während - meiner Meinung nach - Konturieren im Alltag nicht besonders tragbar ist (weil nicht natürlich), finde ich etwas Rouge kaum verzichtbar. Man soll und darf es aber keinesfalls übertreiben! Ein gut aufgetragenes Rouge hilft, entweder frische Apfelbäckchen zu zaubern (im Winter, dafür würde ich eher rosafarbenes Rouge benutzen) oder die gebräunte Haut zu unterstützen (im Sommer, mit eher pfirsichfarbenem Rouge). Das zaubert einfach noch etwas "Leben" in ein Gesicht.

Bild: sunny7.at

Freitag, 18. Dezember 2015

Kurzgeschichte: Weihnachtszeit

Ich stand mit meinem morgendlichen Kaffee am Fenster. Die Scheiben waren beschlagen, denn in den letzten Tagen waren die Temperaturen schlagartig gesunken. Nächste Woche soll es bereits zu schneien beginnen, wenn man den Meteorologen glaubt. Ich trank einen Schluck und hing weiter meinen Gedanken über das kalte, unfreundliche Wetter nach. Die meisten Leute freuten sich ja auf die Adventszeit, die morgen bereits beginnen wird, aber ich hatte keine Familie und lebte alleine in diesem grossen Haus. Weihnachten verbrachte ich jeweils mit einer Tiefkühlpizza vor dem Fernseher. Die Restaurants waren alle ausgebucht und überfüllt, dazu kam noch, dass an Weihnachten immer die besten Filme liefen.
Gerade, als ich mich vom Fenster abwenden wollte, sah ich das Kind. Es lief in kurzen, aber schnellen Schritten vor meinem Haus vorbei, der gelbe, verlottert wirkende und ausgebeulte Schulranzen überragte seinen Kopf um einiges und verdeckte von hinten gesehen praktisch den ganzen Körper. "Pünktlich wie ein Uhrwerk", dachte ich. Man konnte sich wirklich auf das Kind verlassen, jeden Tag lief es um Punkt viertel vor Acht vor meinem Haus vorbei. Ausser an den Wochenenden und in den Ferien, versteht sich.
Vor ein paar Tagen habe ich von einer Nachbarin erfahren, dass das Kind nur mit seiner Mutter zusammen lebt, der Vater war vor einigen Jahren an einer Überdosis an Drogen gestorben und hatte einen riesen Schuldenberg hinterlassen. Die Mutter zieht das Kind mit Müh und Not alleine auf, mit ihrer Arbeit als Service-Angestellte verdient sie nur gerade so viel, dass sie sich und ihren Sohn ernähren kann, dass sie die Schulden ihres Mannes jemals abzahlen könnte, hat sie schon lange aufgegeben.
Ich hatte ausserdem erfahren, dass auch dieses Kind Weihnachten als eine grosse Enttäuschung erlebt. Denn ohne Geld gibt es auch keine Geschenke, geschweige denn einen Weihnachtsbaum oder Weihnachtsgebäck. Als ich nun weiter darüber nachsinnte, reifte in meinem Kopf eine Idee.

Am Tag danach stand ich früher auf als sonst, verschob meinen Kaffee auf später und holte eine Kiste aus dem Keller. Sie war bis oben hin gefüllt mit Weihnachtsschmuck, eine Hinterlassenschaft meiner Grossmutter. Kein Schmuckstück glich dem anderen, in der Kiste herrschte ein Wirrwarr aus verschiedenen Farben und Formen. Ich griff nach einem weissen, glitzernden Schneemannanhänger, packte meinen Mantel und meinen Schal und verliess dann mein Haus. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es bereits halb Acht war. Ich beschleunigte meinen Schritt, bis ich das alte, etwas schiefe Haus mit den fehlenden Schindeln erreichte. Vor dem Haus wuchs eine kleine Tanne, welche mir gerade mal bis zum Kopf reichte. Ich suchte mir einen schönen Ast aus und hängte dann den Schneemann daran. Dann lief ich zur anderen Strassenseite, setzte mich auf eine Bank und wartete. Kurz vor viertelvor Acht öffnete sich die Tür des alten Hauses und das Kind mit dem gelben Schulranzen erschien. Zuerst ging es ganz normal in Richtung der Strasse, doch dann schien es den Schneemann entdeckt zu haben. Es zögerte kurz, seine Augen erhellten sich und ein Lächeln umspielte seine Lippen. Dann ging es auf die Tanne zu, berührte den Schneemann zuerst kurz und drehte ihn dann in seinen Händen. Dann schaute es sich um, so als ob es seine Mutter im Türrahmen des Hauses erwarten würde. Doch als diese nicht da stand, liess es den Schneemann los und verliess das Grundstück in Richtung Schule.

Jeden Tag ging ich nun zum alten Haus und schmückte die Tanne mit einem weiteren Anhänger. Dann stellte ich mich irgendwo in Sichtweite hin und beobachtete das Kind, wie es jedem Morgen mit Freude das neue Stück entdeckte. Doch mit dem steigenden Glück, das mich erfasste, wenn ich das lächelnde Kind mit den leuchtenden Augen erblickte, stieg auch die Trauer, dass das Ganze schon bald vorbei sein würde, denn sobald Weihnachten erstmal vorbei sein würde, würde der Baumschmuck einfach keinen Sinn mehr machen. Um mich von diesem Moment etwas abzulenken, befasste ich mich damit, was ich wohl am Weihnachtstag an den Baum hängen könnte. Etwas Spezielles musste es auf jeden Fall sein. Und am Tag vor Weihnachten wusste ich dann auch was.

Weihnachten stand vor der Tür und somit auch der letzte Tag meines "Adventskalenders". Sorgfältig hatte ich gestern ein Geschenk in silberne Folie eingepackt. Auf einen weissen Zettel, den ich daran hängte, malte ich ein Kind mit einem gelben Schulranzen. Etwas früher als sonst stand ich schon vor der Tanne, die nun reichlich geschmückt war mit allen möglichen Schmuckteilen. Ich legte das Päckchen unter die Tanne und setzte mich wie beim erstem Mal auf die Bank. Obwohl es nun Ferien hatte, kam das Kind pünktlich heraus, um zu sehen, was diesmal am Baum hing. Voller Erstaunen entdeckte es das Päckchen. Sofort rannte es darauf zu, hob es auf, presste es fest gegen seine Brust und rannte gleich darauf wieder zurück ins Haus, laut nach seiner Mutter rufend.

Als die Schule nach den Ferien wieder begann, trug das Kind einen nigelnagelneuen gelben Schulranzen.

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Fortrückschritt

Es gibt wohl kaum etwas Interessanteres, Nervigeres und Lustigeres als der öffentliche Verkehr, beziehungsweise was man im öffentlichen Verkehr so alles mitbekommt.
Ich als momentane Pendlerin bin fasziniert davon, dass man sich zum Beispiel schon total an einige Leute gewöhnt, obwohl man sie gar nicht kennt, ganz einfach, weil man sie jeden Tag sieht. Da ist dieser ältere Herr, der jedesmal noch eine Zigarette raucht, bevor er in den Zug einsteigt. Dann gibt es einen jungen Arbeiter, der immer recht knapp am Bahnhof ankommt, im Zug zuerst sein Handy checkt, dann die Kopfhörer hervorholt und Musik hört. Oder die Frau, die jeden Morgen mit ihrem Kinderwagen in den völlig überfüllten Zug einsteigt.
Doch etwas vom Interessantesten sind die Gespräche. Gerade letztens wurde ich Zeugin eines Gespräches, das mich eigentlich sehr zum Nachdenken gebracht hat.
Auf meiner Strecke hat es letztens neue Züge gegeben, wobei diese nicht nigelnagelneu sind, wie man bemerken muss, sondern einfach andere als die alten. Ich sass im gleichen Abteil mit einem älteren Herrn und einem Mann den ich so um die 50 schätzen würde. Die beiden führten ein Gespräch, doch der ältere Mann beschränkte sich eher darauf, zu nicken und nachzufragen, während der jüngere redete und redete und redete.
"Diese neuen Züge sind schon nichts wert, ich verstehe nicht warum man immer neue Dinge braucht!" Das war seine erste Aussage, zu der ich mir aber noch keine Meinung bilden konnte, da ich die Züge noch nicht so gut kenne. "Der grösste Mist sind diese Gepäckablagen aus Glas, wenn das mal scherbelt..." Ich warf einen Blick über die Köpfe der Männer, wo die besagte Gepäckablage hing. Eins zu null für den Mann, damit hatte er völlig recht. Glas war eine dumme Idee. "Und dann die Abfalleimer, zwischen den Sitzen. Nicht mehr dort wie immer!" Grundsätzlich stimmte das, aber wenn man sich erst mal daran gewöhnt hat oder den Abfalleimer erst mal gefunden hat, dann findet man es bestimmt viel besser, wenn man nicht immer über die Beine der anderen fassen muss, um einen Kaugummi wegzuwerfen. "Und die Steckdose, unter dem Fenster! Das ist doch vollkommener Schwachsinn! Wieso montiert man die dort und nicht oben?" Na ja, ist doch ganz klar. Wer mag schon Kabelsalate über seinem Kopf und vor seinem Gesicht?
Dann holte der Mann zu seinem letzten Schlag aus. "Nichts haben die sich dabei überlegt! Immer dieser Fortschritt! Ich habe das Gefühl, das ist gar kein Fortschritt, sondern eher ein Rückschritt. Wer weiss, wie das in 20 Jahren mal aussieht..."
Und genau dieser Satz brachte mich zum Nachdenken. Ich bin sicher, hinter der Entwerfung dieses Zuges haben viele kluge Köpfe gesessen, welche sich viel dabei überlegt haben und jedes Detail logisch begründen können. Nur wissen wir das halt nicht. Aber kann die Welt wirklich nur aus Fortschritt bestehen? Man kann doch nicht immer nur alles besser machen, manchmal wird es doch auch schlechter? Es braucht doch auch Rückschritte, um wieder ein Stück vorwärts zu kommen?

Dienstag, 8. Dezember 2015

Fernweh

Sommer, Sonne, Strand... Die "drei S" passen nicht wirklich zur momentanen Jahreszeit, jedenfalls nicht zu derjenigen, die gerade in der Schweiz herrscht.
Für mich allerdings werden sie bald aktuell, denn ich werde verreisen. Während andere verzweifelt versuchen, etwas in Weihnachts- und Winterstimmung zu kommen, bin ich mitten in den Vorbereitungen, um schlussendlich in der Sonne liegen und im europäischen Frühling wieder zurückkehren zu können.
Meine grösste Sorge verfolgt mich aber bis in meine Träume: Dass ich etwas vergessen könnte. Deshalb notiere ich mir jetzt schon alles, was mir in den Sinn kommt, damit ich auch ja nichts vergessen werde. Ab und zu ist man aber froh, wenn man nicht alleine an alles denken muss, sondern noch eine Hilfe bekommt, eine Art Richtlinie.
Und die perfekte Hilfe habe ich gefunden! Einerseits ist es schon viel Wert, wenn man sich mit Personen austauscht, die genau so eine Reise auch schon gemacht haben, wenn möglich sogar an den gleichen Ort, aber falls man niemanden kennt, gibt es eine andere Lösung.
Wer - wie ich - die Reise mit einer Sprachschule verbindet, ist bei dieser Internetseite perfekt aufgehoben:
www.mein-sprachaufenthalt.ch
Man findet nicht nur viele Checklisten (die sind absolut Gold wert und helfen ungemein bei einer guten Vorbereitung), sondern auch Informationen zu den verschiedenen Destinationen und auch Lerntipps, um die Sprache zu lernen.
Die Seite ist sehr übersichtlich aufgebaut und wird bestimmt helfen, etwas Ordnung und Struktur in die Planung zu bringen.
Let the journey begin!

Montag, 7. Dezember 2015

Der Sprung ins kalte Wasser...

Wer nach diesem Titel denkt, dass es sich in diesem Post wirklich um Wasser und Schwimmen handelt, der wird leider enttäuscht. Es ist nur eine Metapher.
Ein Sprung ins kalte Wasser ist unangenehm, doch man stirbt nicht daran, meistens erkältet man sich nicht mal. Es braucht Mut, in kaltes Wasser zu springen, obwohl man weiss, dass es nur im ersten Moment kalt ist, sobald man sich etwas darin bewegt, wird einem schnell wärmer. Und ab und zu kann es sogar sein, dass das Wasser gar nicht so kalt ist, wie man gedacht hat.
Genau so verhält es sich auch mit unangenehmen Aufgaben. Irgendwo anrufen, wo man niemanden kennt. In eine neue Klasse kommen oder den Wohnort wechseln. Ein Bewerbungsgespräch. Es gibt zahlreiche solcher Beispiele. Oft sind sie auch mit fehlendem Selbstbewusstsein verbunden, zum Beispiel wenn man zum ersten Mal alleine zum Arzt muss.
Tipps, wie man diese Situationen grandios meistern kann? Eigentlich gibt es nur einen: Wagt den Sprung! Meistens ist es nämlich gar nicht so schlimm, wie man es sich vorgestellt hat. Und fast immer wächst man daran, ein ganz kleines Stückchen. Seht alle diese "Sprünge" als Herausforderung an, als etwas, das euch bereichern kann! Auch wenn euch zuerst Unwohl ist dabei, versucht es. Schiebt die Situation nicht hinaus, verzögert sie nicht sondern macht einfach.
Es ist alles eine Kopfsache, denn im Nachhinein merkt ihr, dass es wirklich gar nicht so schlimm war und ihr werdet euch fragen, wieso ihr so Angst davor hattet. Mit der Zeit wird alles einfacher werden, ihr werdet spüren, wie ihr innerlich wächst, wie ihr selbstbewusster werdet.
Und denkt immer daran: Wie auch beim Sprung ins kalte Wasser werdet ihr nicht sterben, ihr werdet euch nicht einmal verletzen. Also: Augen zu und durch!
 
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I have to deceive everyone who thinks after this title that the topic of this post is water and swimming. It's a metaphor.
A jump in the cold water is unconfortable, but you won't die of it, mostly you won't even catch a cold. All you need is Courage to jump into the cold water, although you know that after you're in there and you're moving a bit, it will be warmer. And from time to time it could be possible, that the water isn't really that cold.
It's exactly the same thing with tasks. To call somewhere, where you don't know anybody. To change residence and getting a new class. A job interview. There are few of those examples. Often they're connected with missing self-confidence, for example when you have to go for the first time alone to the doctor.
Any tipps, how you could manage those situations? Actually, there is only one: Do it! Mostly, it isn't that bad how you imagined it. And in nine times out of ten you'll grow a bit. Look at all these jumps as challenge, as something that can enrich you! Even when you don't feel confortable first, try it. Don't defer the situation, don't delay it, just do ist. It's all in your head, because afterwards you realize that it really wasn't that bad and you're going to ask you why you were so afraid of this situation. As time goes by, you're going to feel how you grow inside and how you're going to be more self-confident.
And always remember: Like the jump in the cold water, you won't die. You won't even hurt. Well: Take a deep breath and get to it!

Sonntag, 6. Dezember 2015

Buchtipp: The Fault In Our Stars

Ja, ich weiss. Ich bin etwas spät. Dieses Buch wurde schon von tausenden Leuten vor mir gehypt, spätestens als es verfilmt wurde. Ich hatte von vielen vernommen, dass das Buch echt gut sei, dass es sich total lohne, es zu lesen. Doch ich habe mich erst vor etwa zwei Wochen daran gemacht, das Buch zu lesen.
Und ich bin begeistert. Es ist so ehrlich, so natürlich. Es gibt kein grosses Tamtam, kein Drama, und doch ist es so berührend und auch dramatisch. Die Trockenheit der Protagonisten, ihre Sichtweise, all das ist einzigartig und macht das Buch zu einem absoluten Lesetipp.
Ich empfehle aber unbedingt, die englische Originalversion zu lesen. Meiner Meinung nach bringt die englische Sprache all die Emotionen und Implikationen viel besser rüber als die deutsche.
Meine Schwester hat vor einiger Zeit "The Fault In Our Stars" in Deutsch gelesen. Als sie das Buch einmal auf unserem Küchentisch liegen gelassen hatte, las ich die ersten paar Seiten. Ich fand es schon damals sehr gut, aber in Englisch hat es mich noch viel mehr überzeugt. LEST ES!
Für all diejenigen, die noch nicht davon gehört haben und gerne wissen möchten, um was es geht: Hazel Grace ist eine Krebspatientin, die weiss, dass sie an ihrem Krebs sterben wird. In einer Art Selbsthilfegruppe für Krebskranke lernt sie Augustus Waters kennen und lieben.

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Yes, I know. I am late. This book was hyped by already thousands of people before, at least since there was made a film of it. I heard from many poeple that the book was very good and that it was worth to read it. But I just began to read it two weeks ago.
And I am thrilled. It's so honest, so natural. There is no big fuss, no drama, and though it is very touching and also dramatic. The drought of the protagonists, their point of view, all these things are unique and make the book absolutely worthy to read.
I recommend absolutely to read the english original version of this book. I think that the english language is presenting the emotions a lot better than the german version.
My sister read "The Fault In Our Stars" a while ago in German. One day she forgot the book on our kitchen table, so I read the first few pages. I thought already back then that this book was great, but in English it convinced me way more. READ IT!
For all of you who didn't hear about the book until now and want to know what the book is about: Hazel Grace is a cancer patient who knows, that she is going to die from her cancer. In Cancer Kid Support Group, she mets Augustus Waters and falls in love with him.
 
 
Bild: cdn1.ssninsider.com


Sonntag, 29. November 2015

Von Freundebüchern und Weihnachtsgeschenken

Hach, wie schön waren doch die guten alten Zeiten. Kennt jemand von euch noch Freundebücher?
Ich besitze ungefähr drei, alle aus verschiedenen Zeiten meiner Kindheit. Alle meine Schulkolleginnen, Nachbarn und Verwandten durften sich darin verewigen. Gerade letztens bin ich wieder über diese Freundebücher gestolpert und es war herrlich, all diese Einträge zu lesen. Wie viel sich seitdem verändert hat!
Wie dem auch sei, da ja die Weihnachtszeit immer näher rückt, hat mich dies auf eine Idee gebracht. Wieso nicht die alten Zeiten wieder aufleben lassen? Das wäre doch ein prima Geschenk, überhaupt nicht aufwendig und nicht allzu teuer, also genau das richtige für die Sparfüchse unter euch ;)
Hier die Idee:
Man nehme eine Steckbriefvorlage, drucke sie einige Male aus und binde sie zu einem Buch. Anschliessend gestalte man einen wunderschönen, kreativen Einband und lasse einige Freunde, Verwandte usw. der zu beschenkenden Person diese Steckbriefe ausfüllen. Man lasse aber unbedingt noch einige Steckbriefe leer, damit die zu beschenkende Person diese von eigens ausgewählten Personen ausfüllen kann. Fertig!
Da gibt es noch ein, zwei Variationen in dieser Geschenkidee. Und zwar kann man auch einfach ein Freundebuch kaufen (aber das wäre ja wirklich etwas sehr einfallslos, so ein 0815 Freundebuch, welches zudem überhaupt nicht der Altersgruppe angepasst ist) oder man erfindet und gestaltet selber Steckbriefe (das ist natürlich der Idealfall, ein einzigartiges und sehr persönliches Geschenk).
Für alle, die einen Inspirationsschub brauchen oder gerne einen Steckbrief übernehmen würden, habe ich im Internet eine tolle und witzige Vorlage gefunden (kann man übrigens auch als fertiges Freundebuch kaufen):


Dienstag, 17. November 2015

Tipps gegen Heisshunger

Ok, wir alle kennen die Situation: Man sitzt vor dem Fernseher, liest ein Buch oder checkt seine Mails. Und plötzlich, wie aus dem Nichts, hat man ein grosses Verlangen nach Essen (meistens nach ungesundem Essen, leider). Der Heisshunger ist da. Und genau in diesen Momenten gibt es zwei Wege, die man gehen kann:

Weg 1 - Man schaufelt Chips, Schokolade, Gummibärchen, etc. in sich hinein. Doch kaum ist man fertig, holt einen das schlechte Gewissen ein. Man bereut zutiefst, so gesündigt zu haben. (Im schlimmsten Fall geht dann dieses Szenario weiter, indem man aufgrund des schlechten Gewissens ein Frustessen veranstaltet. Hallo, Teufelskreis!)

Oder Weg 2 - Man versucht, den Heisshunger zu überbrücken. Das ist jedoch nicht so einfach, ich weiss. Am besten ist es natürlich, dem Heisshunger vorzubeugen, einerseits geht das sehr gut, indem man regelmässig eine Mahlzeit zu sich nimmt, also zwischen dem Frühstück und dem Mittagessen noch einen Snack und zwischen dem Mittag- und dem Abendessen. Gut eignen sich hierfür Früchte, denn die liefern auch gerade einen gewissen Anteil an Zucker, den der Körper braucht, um seine Leistung zu erbringen. Bei mir ist es oft so, dass der Heisshunger in Phasen auftritt, in denen mir langweilig ist und ich nicht weiss, was ich tun soll. Deshalb hilft es sehr viel, wenn man solche Situationen vermeidet und versucht, sich stattdessen zu beschäftigen. Sollten diese Tipps noch nichts nützen, dann gibt es auch noch die Notfall-Tipps:

Ein Glas Wasser trinken! Wenn wir Lust auf Süsses haben, dann haben wir oft einfach nur Durst, deshalb versucht man zu trinken.

Die Zähne putzen: Ich meine, wer mag schon Schokolade essen nach frisch geputzten Zähnen?

Einen Tee oder Kaffee trinken. Und zwar sollten beide heiss sein, damit man eine Weile damit beschäftigt ist. Denn das gibt euch das Gefühl, etwas zu euch genommen zu haben, aber ihr habt nichts ungesundes gegessen.

Was sind eure Tipps gegen Heisshungerattacken?

Sonntag, 6. September 2015

Vom Sich-Selber-Finden

Es scheint ein Phänomen der heutigen Zeit zu sein: Sich-Selber-Finden. Man nimmt sich eine Auszeit, löst sich von allem Alltäglichen und manchmal geht man sogar an seine Grenzen.
Immer wieder hört man die Leute sagen, dass sie sich selber finden müssen. Und dazu reisen sie, sie fühlen sich in fremde Kulturen ein oder schotten sich ganz von der Zivilisation ab. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und scheint heutzutage ein richtiger Hype zu sein.
Früher dachte ich, dass das nur ein Mythos sei. Man findet sich doch nicht selber, nur wenn man mal weg geht und ganz neue Erfahrungen macht? Und das ganze Innere-Mitte-Gequatsche war mir auch zu abgehoben.
Aber bekanntlich zeichnen sich Meinungen dadurch aus, dass man sie auch ändern kann. Ich habe meine Meinung geändert.
Immer wieder habe ich gemerkt, dass es mir manchmal zu viel wird, der Druck, der täglich auf einem lastet. Ich weiss, dass das ein First-World-Problem ist, doch trotzdem kann ich es nicht einfach dabei belassen. Es muss sich etwas ändern. Ich muss mir selber wieder darüber im Klaren werden, was ich wirklich will. Was ist mir wichtig? Worauf kommt es mir im Leben an? Was sind meine Pläne? Und wer bin ich eigentlich?
Manchmal ist mir mein eigener Körper fremd, meine Gedanken scheinen nicht von mir zu sein. Und genau diesen Zustand will ich ändern.
Ich will wissen, was ich wirklich will. Ich will Prioritäten setzen können und Entscheidungen treffen.
Eine grosse Reise habe ich schon länger geplant, zuerst aber nur, um etwas anderes sehen zu können, um Erfahrungen zu sammeln. Doch immer mehr sehe ich es auch als Möglichkeit an, mit mir selber wieder ins Reine zu kommen. Ich werde versuchen, meine Gedanken ordnen zu können, ohne den ganzen Alltagsstress.
Ich werde weg sein und als mein wirkliches Ich wieder zurückkommen. Hoffentlich.

Dienstag, 16. Juni 2015

Stress vermeiden leicht gemacht!

"Nein, ich habe keine Zeit, bin gerade voll im Stress. Prüfungen, Familienfeste und so weiter, du weisst schon..." Wer kennt diesen Satz nicht? Jeder scheint ständig gestresst zu sein. Das muss noch erledigt werden und jenes, keine Zeit für irgendwelche unwichtigen Dinge. Darunter leiden nicht nur Familie und Freunde, sondern auch die Lebensqualität. Stress ist DAS Alltagsphänomen schlechthin.

Stress ist ungesund, genauer gesagt Stress in dem Mass, das wir kennen. Gesunder Stress gibt es auch, aber den sieht man heute selten noch. Ich selber habe auch oft Stress, doch ich habe Wege gefunden, wie man diesen vermeiden oder wenigstens verringern kann.

Wichtig ist es, nicht ständig an den Stress zu denken. Wer ständig an Stress denkt, der stresst sich so automatisch mehr. Vor allem abends, wenn probiert einzuschlafen ist es sehr kontraproduktiv, sich nochmal in Erinnerung zu rufen, was man noch alles erledigen muss.

Und genau das verursacht heutzutage am meisten Stress: Man darf nichts vergessen, muss alles erledigen. Bewährt haben sich oft To-Do-Listen. So vergisst man nichts und muss auch nicht ständig daran denken, ausserdem gibt es ein gutes Gefühl, wenn man etwas abhaken und streichen kann. To-Do-Listen können aber auch genau das Gegenteil bewirken und den Stress vergrössern. Wenn man nämlich zum Beispiel eine endlose To-Do-Liste hat und nur immer sehr wenig abhaken kann, kann das frustrierend sein. Man sieht immer noch keinen Ausweg aus der Aufgabenflut und hat das Gefühl, nichts zu schaffen. Deshalb sollte jeder selber herausfinden, ob man ein Listen-Typ ist oder nicht. Und wenn man es nicht ist, dann sollte man diese unbedingt vermeiden. 

Es ist allgemein bekannt, dass Prävention viel besser und effektiver ist, als Bekämpfung. Das ist bei Stress genau gleich. Am besten kommt man gar nicht erst in Stress. Es ist ja oft so, dass einen alle Dinge, die man noch erledigen sollte, stressen. Da gibt es zwei Tipps: Schiebt nichts auf, erledigt alles so bald wie möglich! Aufschieben mag vermutlich einer der grössten Stresserzeuger sein. Und unangenehme Aufgaben werden nicht leichter, wenn man sie aufschiebt.
Für alle, die Probleme haben, das Aufschieben zu vermeiden, gibt es noch einen Tipp: Macht alles, was weniger als 2 Minuten dauert, sofort. Eine Mail beantworten, einen Anruf tätigen,... Das alles kann man in so kurzer Zeit abhaken und ganz ehrlich: zwei Minuten kann jeder opfern! So schiebt man auch diese Dinge nicht ewig vor sich her.

Was wirklich wichtig ist: Erholung. Abschalten hilft sooo viel! Nehmt euch die Zeit, um eure sozialen Kontakte zu pflegen, in der Natur zu sein oder Sport zu treiben. Es kann Wunder wirken und sogar eure Motivation erhöhen, danach wieder zu lernen oder Aufgaben zu erledigen. Es ist sehr wichtig, nicht immer nur den Stress im Kopf zu haben. Und sei es nur, dass ihr nach dem Essen noch kurz am Tisch sitzen bleibt mit der Familie oder dem Freund, etwas redet und so auf andere Gedanken kommt.

Sollte es einem wirklich zu viel werden mit dem Stress, dann sollte man auch keine Angst haben, Aufgaben abzugeben. Jeder versteht, wenn ihr keine Zeit habt um etwas zu machen, und keine Angst, man steht nicht als Versager da, wenn man andere um Hilfe bittet! Vermutlich sollte das vielen viel mehr bewusst sein, dass man auch gerne Hilfe annehmen darf. Man muss nicht immer alles alleine schaffen und geteilte Arbeit ist halber Aufwand.

Stresspsychologen oder irgendwelche Fachpersonen wissen bestimmt viel mehr, was einem helfen kann, diese Tipps basieren alle auf meiner persönlichen Erfahrung und haben sich mehrfach bewährt. Vielleicht helfen sie einigen von euch, etwas herunterzukommen von dem hohen Stressniveau.